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Ausgangspunkt für die Vorentwurfsplanung war der Wunsch, neben einem neu zu errichtenden Wohnhaus für zwei Personen ein Gästehaus mit drei Einheiten und einem Gemeinschaftsbereich zu schaffen. Die Nordhanglage, seine Längsorientierung, südliche Unverbaubarkeit und die in der Nähe liegende Nachbarschaftsbebauung eines 500-Einwohner-Dorfes charakterisieren das Grundstück.

Den Anfang der Arbeit bildete eine ausführliche Studie der Bebaubarkeit des Grundstücks. Eine maximale Zweiteilung des Grundstücks sowie maximale Bebaubarkeit von 140m² pro Grundstück mit je einem Gebäude bildeten die Rahmenbedingungen. Aufbauend auf diesem Raumprogramm wurden die Beziehungen der einzelnen Funktionen und Bereiche in einem Massenmodell auf dem Grundstück zu einem Längskörper zusammengefasst.

Eine konsequente Unterteilung des Grundstücks von Osten nach Westen in einen öffentlichen, einen halböffentlichen und einen privaten Bereich bildete den ersten Schritt. Der öffentliche Bereich steht hier für das Gästehaus, der Halböffentliche für die gemeinsame Zufahrt und Teile des Wohnhauses, während der private Bereich dem Großteil des Wohnhauses zugeordnet wird.

Die Aufteilung des Grundstücks in drei Bereiche führte darüber hinaus zu einer vorläufig theoretischen Dreiteilung des Gebäudes: Ein eigenständiges Gästehaus mit den entsprechenden Versorgungseinrichtungen, das eigentliche Wohnhaus sowie ein Badehaus mit den technischen Anlagen der Baukörper.

Durch eine Verschiebung dieser drei Gebäudeteile auf dem Grundstück entstanden quantitativ und qualitativ unterschiedliche Bereiche im Außenraum. So wurde dem Wunsch der Bauherren nachgegangen, sich möglichst konsequent gegen die Nachbarschaft abzuschirmen. Ein kleiner Zufahrtshof, kleine Terrassen der Gästehaus-Wohnungen sowie ein Nutzgartenbereich und eine private Terrasse, die zudem Platz für einen außenliegenden Pool bilden sollte, bildeten die Endsituation.

im Juni 2008 architektur im modulbüro Architektur