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Wettbewerbsbeitrag eines Industrie- und Verwaltungsbaus in Siegen.

Aus den Nutzungsanforderungen ergibt sich eine Dreiteilung des baulichen Gefüges: Produktionshalle, Verwaltungsbereich und Hochregallager. An die verschiedenen Bereiche werden sehr unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Flächenbedarf, Konstruktion, oder auch Schallschutz gestellt. Aufgrund dieser Verschiedenartigkeit der einzelnen Bereiche ergibt sich zunächst eine sehr heterogene Struktur, die keinen baulichen Zusammenhang erkennen lässt und zudem viel Fläche in Anspruch nimmt.

In einem ersten Schritt werden die einzelnen Nutzungsbereiche daher so komprimiert,  dass möglichst wenig Grundstückfläche beansprucht wird und die internen Wege kurz gehalten werden. Diese Komprimierung ist Voraussetzung für ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Nutzungskonzept, welches flexibel auf eine Vergrößerung des Unternehmens reagieren kann.

Nun können die hieraus enstandenen Gebäudeteile so effizient zueinander angeordnet werden, dass zum einen die Erschließung jedes einzelnen Bereiches für sich möglich ist, zum anderen aber auch der einwandfeie Ablauf sich überlagernder Funktionsabläufe gewährleistet wird. Hierzu wird beispielsweise die bauliche Fuge zwischen Verwaltungsbereich und Produktionshalle für die gemeinsame Erschließung beider Teile genutzt. Die Parkplätze sind den verschiedenen Eingängen mit kurzen Entfernungen zugeordnet.

Auch die innere Struktur der Gebäudeteile bleibt durch modulare Baukörper und flexible Trennwände sehr variabel. Die Komprimierung der Sanitär-, Aufenthalts- und Besprechungsbereiche in der Produktionshalle zu kompakten Modulen ermöglicht zum einen das schnelle und kosteneffiziente Reagieren auf Veränderungen im Produktionsprozess. Zum anderen macht es den Arbeitsbereich deutlich kommunikativer, da sich Mitarbeiter aus den verschiedenen Produktionsbereichen zentral begegnen, beispielsweise zur gemeinsamen Mittagspause oder zu Besprechungen.

Die Komprimierung der einzelnen Bereiche und die Flexiblität der Grundrissstruktur ermöglichen eine problemlose Erweiterung der Produktionshalle in Zukunft. Auch das Stützenraster ist bereits so angelegt, dass die Erweiterung kosteneffizient und der architektonischen Gestaltung entsprechend umgesetzt werden kann.

 

NBVV Schuster - Mai 2012 architektur im modulbüro Architektur www.schuster-gmbh.de