_wene

Wettbewerbsbeitrag: 1.Platz
mit der Realisierung beauftragt: _buene

Konzept

Das zur Straße hin zulaufende Randgrundstück liegt sehr zentral am Stadtkern von Olpe und wird über die Straße „In der Trift“ von Norden her erschlossen. Obwohl es sich eher um eine Nebenstraße handelt, ist mit zunehmendem Verkehrsaufkommen zu rechnen, da sich auf dem Nachbargrundstück ein Messegelände befindet, aus dem zumindest in Teilen ein Gewerbegebiet entstehen wird. Da man mit dem Auto direkt auf das Grundstück zufährt, ist es ein sehr prägnanter Bauort mit der Möglichkeit eine Art Landmark als Ausdruck einer selbstbewussten Firmenphilosophie zu schaffen. Östlich grenzt das Grundstück an den Fluss Bigge. Südlicher Abschluss ist das Gebäude der Malteser, dessen Zufahrt zur Zeit über das Plangrundstück führt.

Aus dem städtebaulichen Kontext heraus ergibt sich als idealer Standort des neuen Bürogebäudes der vordere Teil des Grundstücks. Er grenzt gleichermaßen an Straße und Bigge und ist somit weithin sichtbar. Nimmt man die bestehenden Grenzen und Baufluchten auf, so ergibt sich bereits eine sehr dynamische Grundform, die sich zwar einerseits an die Gegebenheiten anpasst, gleichzeitig aber auch eine eigenständige Kraft entwickelt, die dem Standort und den Werten des Unternehmens gerecht wird.

Durch die Drehung des Gebäudes wird die Präsenz zur Straße hin noch stärker. Zudem wird rückseitig Platz für eine große Terrasse mit Südausrichtung geschaffen, die für öffentliche Anlässe, oder bei gutem Wetter auch einfach von den Mitarbeitern genutzt werden kann. Das Gebäude dient hier gleichzeitig als beruhigender Lärmschutz zur Straße hin.

Die Kanzlei erhält eine eigene Zufahrt zu den Mitarbeiterparkplätzen, die Erschließung der rückseitigen Gebäude wird auf den westlichen Teil des Grundstücks verlegt. Das Carport bildet den neuen Abschluss zum Nachbargrundstück und seiner Bebauung hin und schafft so mehr Intimität auf der Außenterrasse und zum Bürogebäude hin.

Es wird nicht die gesamte Fläche benötigt, die zur Disposition steht. Im vorderen Bereich liegen die Gebäudegrenzen an dem breiten Bürgersteig. Zur Bigge hin wird ein Abstand von fünf Metern eingehalten. Zur neuen Grenze weden baulich jeweils drei Meter Abstand gehalten. Der westliche Teil des Grundstücks bleibt komplett frei, so dass dieser den Maltesern zugesprochen werden könnte. Insgesamt beträgt die zu erwerbende Grundstückgröße somit etwa 1.430 qm.

Der Bürokomplex selber ist als Atrium ausgebildet, um den sich die Büros außen herum anordnen. Das Atrium ist der repräsentative und zentrale Raum innerhalb des Gebäudes, der gemeinschaftlich genutzt wird und an dem alle Wege entlang führen. So untestützt die räumliche Anordnung des Gebäudes den Austausch und die Kommunikation unter den Mitarbeitern in größtem Maße.

 

privat - Mai 2013 architektur im modulbüro Architektur