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Gemeinschaftsbüro mit drei Nutzungsbereichen.

Das ehemalige Juweliergeschäft wurde im Erdgeschoss komplett entkernt, die verwinkelte Räume des Gebäudes zur Straßenseite hin beruhigt und im Inneren in drei Nutzungsbereiche aufgeteilt.

Auf diese Weise entstanden ein großzügiges, nahezu quadratisches Ladenlokal, gemeinschaftliche Erschließungskernbereiche sowie vielseitig nutzbare Büroflächen, die geschickt die winkligen Restflächen nutzen.

Der auf den ersten Blick zerklüftete Grundriss kam der späteren Nutzung als Agentur mit mehreren Fachgebieten sehr gelegen. So entstanden zwei Hauptbereiche mit jeweils bis zu zehn Arbeitsplätzen und einer Gemeinschaftsfläche als Schnittstelle. Dort befinden sich als verbindendes Element die Teeküche und ein Besprechungsraum.

Während der zur Straße gerichtete Bereich in seiner Gestalt nur eine Anordnung der Arbeitsplätze hintereinander zulässt, zeigt sich der zweite Hauptbereich als klassisch offenes Büro mit zwei kleinen Einzelbüros. Vor- und Rücksprünge wurden reduziert, in den verbleibenden Nischen befinden sich nun Archiv, Server- und Plotterraum sowie ein Durchgang zum Keller mit weiteren Arbeitsplätzen.

Die Tunnel-Wirkung des vorderen Teils wird unterstützt durch bandartig angeordnete Holzfaserplatten an den Seitenwänden. Diese dienen als Pinnwand für die jeweiligen Arbeitsbereiche und verbergen die komplette Verkabelung (ca. 2 Kilometer) sowie einen Großteil der Beleuchtung. Für das Lichtkonzept sind keinerlei Deckenleuchten vorgesehen. Ausschließlich handelsübliche Leuchtstoffröhren für die indirekte und Tischleuchten für die direkte Beleuchtung sorgen für eine ausreichende Belichtung des Arbeitsraumes.

März 2008 - September 2008 architektur im modulbüro Architektur